Archive for August, 2008

Ist “Geld verdienen” und “SEO” wirklich eine Nische?

Es gibt Nischen, die einfach keine mehr sind. Erfahren Sie, was Sie beim Start eines neuen Blogs beachten sollten und wie Sie durch Spezialisierung erfolgreich sein können.

Wenn man erfolgreich mit einem Blog sein möchte, dann ist es notwendig interessante und fesselnde Beiträge zu schreiben. Das funktioniert natürlich am Besten, wenn man sehr gut mit einem Thema vertraut ist und spannend darüber berichten kann. Viele Blogger stürzen sich gern auf populäre Themen, ohne mit der notwendigen Leidenschaft dabei zu sein. Meist wird langweilig und in einem Protokollstil über die verschiedensten Themen in einem Blog berichtet. Anfangs kann man damit sicherlich irgendwie Erfolg haben. Meines Erachtens wird sich so etwas langfristig nicht durchsetzen.

Wirft man einmal einen Blick auf die aktuellen Blog-Themen, dann stellt man schnell fest, dass sich viele Blogger an den Themen „Geld verdienen“ und „SEO“ festbeißen. Neue Blogs über Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-Programme und Direktmarketing sprießen täglich wie Pilze aus dem Boden.

Vergleicht man dieses Vorgehen einmal mit der Geschäftwelt ist das so, als würde man in jeder Straße mehrere Cafés eröffnen. Man stelle sich einfach vor, dass man neben Starbucks, Balzac, World of Coffee und McDonalds McCafe ein Café aufmachen würde. Das einzige Startkapital was man jedoch hat, ist eine 10 Euro Kaffeemaschine von einem Elektronik-Discounter. Die Barrieren in diesen Markt einzudringen, sind einfach viel zu hoch.

Mit einer Spezialisierung oder relevanten Angeboten kann man jedoch Nutzen aus der vorhandenen Infrastruktur ziehen. Viel besser wäre es doch, an dieser Ecke eine Eisdiele mit leckeren Eisspezialitäten zu eröffnen. Leckere Eisbecher und Waffeleis sind doch die ideale Ergänzung nach einem Kaffee. Darüber hinaus lässt sich Eis auch halbwegs kostengünstig herstellen und notfalls kann man sich auch Zulieferer dafür engagieren.

Versuchen Sie über die populären Themen hinaus zu denken und sich zu spezialisieren. Nur wer einen Mehrwert im Sinne von Hintergrundinformationen oder Expertenmeinungen bietet, wird langfristig Erfolg haben. Der Volksmund sagt, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde. Behalten Sie beim Start eines neuen Blogs immer im Hinterkopf, dass Besucher, Interesse und letztendlich Erfolg nicht von allein kommen.

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Kategorie oder Tag?

Wie nutzt man Kategorien und Tags zur Strukturierung eines Blogs? Dieser Artikel bringt Licht ins Kategorie- und Tag-Dunkel.

Spätestens nach dem Schreiben eines Beitrags stellt sich immer wieder die Frage nach der sinnvollen Vergabe von Kategorie oder Tag. Häufig nutzen Blogger nur eine der Varianten und schöpfen dadurch nicht die Möglichkeiten dieser beiden Konzepte aus.

Kategorien

Durch den allgemeinen Sprachgebrauch haben viele bereits ein intuitives Verständnis dieses Begriffes. Kategorien fassen mehrere gleichartige Dinge unter einem verständlichen Begriff zusammen. Im Alltag versteht man unter dem Begriff „Obst“ in der Regel nicht nur eine Frucht, sondern eine ganze Reihe von Früchten. Egal ob Apfel, Birne oder Orange – alles ist Obst.

In einem Blog kann man unter einer Kategorie eine Reihe von Artikel zu einem Thema zusammenfassen. Etwa das Thema „Geld verdienen“, „Suchmaschinenoptimierung (SEO)“ oder „Webdesign“. Besonders schwierig ist hierbei die Namensgebung der entsprechenden Begriffe. Je einfacher und treffender der Kategoriename, umso besser finden sich Besucher und Leser zurecht.

Tags

Unter Tags werden Schlag- oder Stichworte verstanden mit denen man Dinge kurz beschreibt oder zusammenfasst. Dabei wird versucht das Ding zu beschreiben. Im Gegensatz zu Kategorien wird nicht versucht zu abstrahieren oder zu strukturieren, sondern zu beschreiben. Einem Apfel kann ich z.B. die Tags „rot“ oder „süß“ zuordnen. Solche Merkmale oder Eigenschaften werden in der Praxis wiederum genutzt um daraus Kategorien abzuleiten.

Bei Blogbeiträgen kann man mit Tags die wichtigsten Begriffe des Artikels zusammenfassen. Dieser Artikel wird von mir die Tags „kategorie“, „tag“ und „tipp“ bekommen. Denn genau darum geht es in diesem Artikel.

Meiner Erfahrung nach sollte man als Bezeichnung immer den Singular (Einzahl) und nicht den Plural (Mehrzahl) verwenden. Moderne Suchmaschinen unterstützen in der Regel Stemming (Wortstammbildung) und normieren die Suchbegriffe auf den Singular.

Zusammenfassung

Die Frage „Kategorie oder Tag“ lässt sich mit einem einfachen „beides“ zusammenfassen. Zur Strukturierung und Einordnung der Artikel sollte man wenige treffende Kategorien verwenden. Die Inhaltsbeschreibung der einzelnen Artikel kann dann mit Hilfe von Tags unterstützt werden.

Kann man vom Bloggen leben?

Eine Beispielrechnung erläutert, wie viel Geld man im Monat verdienen muss, um vom Bloggen zu leben.

Viele Blogger träumen den Traum vom Pro-Blogger, d.h. allein durch das Bloggen den Lebensunterhalt zu bestreiten. Einzelne Einnahmemeldungen (hier, hier, hier, hier, hier und hier) bestätigen die Bemühungen vieler Blog-Anfänger. Dass das alles andere als einfach ist, soll die folgende Beispielrechnung beweisen.

Gehen wir für das Beispiel davon aus, dass wir im Monat ungefähr 1.500 Euro zum Leben benötigen. Dafür muss Miete, Essen und alles andere bezahlt werden. Wer nun denkt, dass 1.500 Euro einfach zu verdienen sind, sollte wissen, dass man als Selbstständiger von seinem Gewinn 50% an den Staat zahlt. Dabei kann man einige Dinge von der Steuer absetzen und verrechnen. Für das Beispiel gehen wir also von 3.000 Euro als Zielbetrag aus.

Wie können wir nun 3.000 Euro pro Monat mit unserem Blog verdienen? Meines Erachtens gibt es folgende Möglichkeiten:

Bezahlte Blog-Beiträge

Es gibt einige Unternehmen die Blogger für das Schreiben von Beiträgen bezahlen. Man muss sich, z.B. bei Trigami, für eine Kampagne bewerben und erhält dann evtl. die Möglichkeit einen bezahlten Artikel zu schreiben. Erfahrungsgemäß kann man ca. 30 bis 40 Euro pro Beitrag verdienen. Für unseren Zielbetrag müsste man also ca. 100 Beiträge pro Monat schreiben. Rechnet man das einmal runter, sollte man täglich 3 wirklich gute Artikel verfassen.

Ist man schnell und braucht lediglich eine Stunde für das Schreiben eines Beitrags, muss man laut 2:1 Vermarktungsregel noch 6 Stunden für die Vermarktung der Artikel investieren. Selbstverständlich haben die Unternehmen Interesse daran, dass die Artikel gelesen werden. Insgesamt ist man also ungefähr 9 Stunden mit dem Schreiben, Recherchieren und Vermarkten der Beiträge beschäftigt.

Pay-Per-Click-Anzeigen

Bei Pay-Per-Click-Anzeigen (PPC) erhält man Geld für jeden Klick den ein Besucher bei einer Werbeanzeige macht. Bei Google Adsense kann man meiner Erfahrung nach mit 1.000 Impressions (Werbeeinblendungen) ca. 1 Dollar verdienen. Umgerechnet in Euro sind das ca. 65 Euro-Cent.

Um unsere 3.000 Euro zu verdienen, müssten wir 4,6 Millionen Werbeeinblendungen ausliefern. Geht man davon aus, dass jeder Besucher max. 3-4 Impressions macht, bräuchte unser Blog ungefähr 1,5 Millionen Besucher pro Monat.

Pay-Per-Lead- / Pay-Per-Sale-Anzeigen

Bei Pay-Per-Lead- bzw. Pay-Per-Sale-Anzeigen erhält man Geld für einen geworbenen Kunden (Lead) oder für den Einkauf (Sale) den ein Besucher macht. Meiner Erfahrung nach verdient man ca. 1 Euro pro Lead – etwa 10.000 Werbeeinblendungen sind demnach für einen erfolgreichen Lead/Sale nötig. Je nach Partnerprogramm und gezahlte Provision kann der Verdienst marginal variieren.

Um auf unsere 3.000 Euro zu kommen, müsste man ca. 30 Millionen Einblendungen jeden Monat haben. Umgerechnet sind das dann etwa 10 Millionen Besucher.

Bezahlte Links

Eine konstante und ertragreiche Möglichkeit Geld zu verdienen, ist der Verkauf von Links. Dazu gibt es mittlerweile diverse Anbieter. In einem normalen Blog ist in der Regel Platz für ca. acht Textlinks, ohne das es auffällig wird. Für 3.000 Euro müsste man diese acht Werbeplätze für 375 Euro pro Link verkaufen. Abhängig vom Google Pagerank und anderen Faktoren gehen Textlinks momentan jedoch für max. 15 bis 60 Euro über den Tisch. Entsprechend müsste der Blog 50 bis 200 bezahlte Links dauerhaft unterbringen.

Ich denke diese Liste verdeutlicht, dass es nicht einfach ist den Lebensunterhalt nur vom Bloggen zu bestreiten. Es ist in keinem Fall sinnvoll nur auf eine Werbeform zu setzen. Eine ausgewogene Kombination sichert langfristig Einnahmen. Die Rechnung zeigt deutlich, dass Bloggen harte Arbeit ist.

Wenn ich eine Einnahmequelle vergessen habe oder Ihnen der Artikel gefallen hat, hinterlassen Sie bitte einen Kommentar. Abonnieren Sie den Blogging Magazin News-Feed für weitere Artikel und Tipps zum Thema.