Eigenschaften guter Domain-Namen

Wie gut ist ihr Domain-Name? Um diese Frage beantworten zu können, nennt Daniel Scocco in seinem Artikel „The 7 Characteristics of Good Domain Names“ die wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Domain-Namen. Im folgenden Artikel werden diese zusammengefasst und um meine eigenen Erfahrungen angereichert, denn einige diese Eigenschaften sind unter SEO-Aspekten nicht allgemein gültig. Ich habe die folgenden Punkte angepasst und weise entsprechend darauf hin.

1. Sie sind kurz

Gute Domain-Namen sind kurz. Je kürzer, desto besser. Einen Domain-Namen mit 3 oder 4 Zeichen zu besitzen ist Gold wert. Sollte sich ein langer Name dennoch nicht vermeiden lassen, versuchen sie weniger als 10 Zeichen zu verwenden. Von der Verwendung von mehr als 20 Zeichen ist abzuraten.

Wenn sich Domain-Namen nicht nur aus einem Wort zusammensetzen, sollten sie dennoch bei der Festlegung aus nicht mehr als 3 zusammengesetzten Wörtern bestehen — optimal sind 1 bis 2.

Beispiel: Ein sehr guter Domain-Name ist web.de.

2. Sie sind einfach zu merken

Nicht alle Internet-Nutzer speichern gute Seiten als Bookmarks; insbesondere dann nicht, wenn sie mit mehreren Rechnern arbeiten. Häufig versucht man, sich die Seiten ohne Hilfe zu merken. Komplizierte Domain-Namen machen es den Besuchern daher schwer, sich zu erinnern.

Beispiel: Der Domain-Name des Verbandes von IT-Lösungen im Gesundheitswesen (vhitg.de) ist zwar kurz, wenn man aber die Abkürzung nicht kennt, schwierig zu merken.

3. Sie sind einfach zu schreiben

Sie haben ein wirkliches Problem, wenn die Besucher den Domain-Namen falsch schreiben und dann fälschlicher Weise irgendwo anders im Netz landen. Mittlerweile gibt es sogar Unternehmen, die solches Verschreiben ausnutzen und ihnen oder dem Besucher schaden wollen (Phishing).

Ihr Domain-Name sollte keine Fremdwörter enthalten, sondern möglichst der Landessprache entsprechen. Bei einem Fremdwort ist die Schreibweise oft entweder zu kompliziert oder einfach unklar.

Beispiel: Wissen sie aus dem Kopf, wie man Cappuccino schreibt? Ich ehrlich gesagt nicht. Der fiktive Domain-Name cappuccinoshopping.de beinhaltet ein italienisches und englisches Wort. Probleme sind dadurch vorprogrammiert.

4. Sie haben eine landes- und sprachtypische Endung

Dieser Punkt heißt im ursprünglichen Artikel „They have a .com extension“. Im englischsprachigen Raum mag das stimmen, aber in Deutschland ist dem Internet-Nutzer eher die Endung .de vertraut. Ähnliches gilt entsprechend auch in anderen Ländern. Aus Suchmaschinen-Sicht sollte die Domain-Endung sowieso der Landessprache entsprechen. Also bei deutschsprachigen Domains .de, spanischen .es usw.

Frage: Fällt ihnen außer IBM und HP ein anderes Unternehmen in Deutschland ein, das eine .com-Domain bewirbt? Selbst ebay und Amazon werben mit den landestypischen .de-Domains.

5. Sie sind selbstbeschreibend…

Da auf Dauer die meisten Besucher vermutlich über Suchmaschinen kommen, sollte ihre Domain selbstbeschreibend sein. Dafür gibt es folgende 2 Gründe: Die Suchmaschinen schließen die Domain-Namen bei der Bewertung der Suchergebnisse mit ein; d.h. entspricht der Domain-Name dem Suchwort wird die Site weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt. Und: Beschreibende Namen ermutigen die Nutzer auch eher diese oder jene Seite in den Suchergebnissen anzuklicken.

Selbstexperiment: Welche Suchbegriffe würden sie bei Google eingeben, wenn sie in Berlin wohnen und dringend einen Maler benötigen? Ich persönlich würde „maler berlin“ eingeben. Wenn beide Begriffe im Domain-Namen vorkommen, wird das sowohl Google als auch ich honorieren.

6. …oder markennah und einprägsam

Wenn sie in der glücklichen Lage sind, einen guten Markennamen zu besitzen, sollte ihre Domain selbstverständlich auch so heißen. Marken wie ebay oder Audi machen es vor. Beide Namen sind nicht selbstbeschreibend, aber sind durch die bekannten Marken einprägsam.

7. Sie haben keine Zahlen

Die Überschrift im ursprünglichen Artikel heißt „They don’t contain hyphens or numbers“. Meiner Erfahrung nach sind Bindestriche (hyphens) kein Problem und für Suchmaschinen von Vorteil, denn sie trennen einzelne Keywords voneinander. Nutzer vergessen aber häufig die Bindestriche einzugeben oder die richtige Position. Achten sie also bei der Verwendung von Bindestrichen darauf, dass sie alle Einzelwörter trennen. Ähnlich ist es mit Zahlen. Unklar kann hierbei wiederum sein, ob sie als Wort ausgeschrieben oder tatsächlich als Zahl benutzt werden sollen.

Beispiel: Würden sie, wenn sie an Sport 1 denken „sport1.de“ oder „sporteins.de“ schreiben?

Es gibt eine Menge Websites, die nicht allen Faktoren entsprechen. Wenn ihre Website darunter ist, müssen sie sich jedoch keine Sorgen machen. Bei der Suche nach einem Namen für ein neues Projekt, sollten sie diese Tipps zur Namensfindung dennoch berücksichtigen.

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Haben Sie das Zeug ein professioneller Blogger zu sein?

Daniel Scocco hat in seinem Beitrag „10 Requisites for Professional Bloggers“ die wichtigsten Anforderungen an einen Pro-Blogger beschrieben. Wer mit einem Blog Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt bestreiten will, sollte folgende zusammengefasste Anforderungen erfüllen.

1. Zeit

Nur mit einer großen Menge Zeit ist es möglich, dauerhaft einen kommerziell erfolgreichen Blog aufzubauen. Die Zeit wird dabei nicht zwangsläufig für das Schreiben von Artikeln benötigt, sondern vielmehr für die Recherche, das Verbessern der Beiträge, die Kommunikation mit anderen Bloggern und das Marketing des eigenen Blogs. Ein Vollzeit-Einkommen erfordert auch Vollzeit-Engagement.

2. Themenkenntnis

Sicherlich muss man keinen Doktortitel in Informatik haben, um über die Anwendung einer Programmiersprache zu bloggen. Von Vorteil ist jedoch eine gewisse Grundkenntnis über das Thema und dessen Zusammenhänge. Wollen sie ohne jegliches Vorwissen schreiben, müssen sie viel mehr Zeit in die Recherche stecken – unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten kein guter Start für kommerziellen Erfolg. Mit einem gewissen Maß an Wissen fällt das Schreiben und die Recherche leichter und die Blog-Beiträge gehen leicht von der Hand. Dies stellt dann auch eine gute Grundlage für ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis dar.

3. Leidenschaft

Ein Thema, das sie interessiert weckt auch ihre Leidenschaft. Eben diese Leidenschaft motiviert sie dann tief aus dem Inneren heraus. Wenn sie in jeder freien Minute über das Thema nachdenken und wissbegierig nach neuen Informationen suchen, ist das die beste Grundlage für dauerhaft interessante Beiträge. Können sie diese Leidenschaft durch ihre Artikel vermitteln, sorgt dies für eine treue Leserschaft.

4. Schreibfähigkeiten

Als Blogger sollten sie natürlich ihren Standpunkt und ihre Ideen mit Texten vermitteln können — im Idealfall ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler. Gute Texte zu verfassen ist keine leichte Aufgabe. Durch das Lesen anderer Blogs können sie ein Gefühl dafür bekommen, was funktioniert und was nicht. Mit der Zeit werden sich so ihre Fähigkeiten verbessern und ihnen wird das Schreiben leichter fallen.

5. Technischer Sachverstand

Wenn sie ihren Blog bei einem Blog-Hoster betreiben, dann benötigen sie wenig technischen Sachverstand. Leider sind die Möglichkeiten dieser Blog-Hosting-Angebote begrenzt. Wollen sie einen eigenen Domain-Namen, ein spezielles Aussehen und eigene Features entwickeln, müssen sie die Blog-Software selber betreiben. Dazu benötigen sie einige Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Web-Programmiersprachen, Datenbanken und typischen Webtechnologien. Dies alles ist keine Hexenwerk und in tausenden Blogs und Foren im Internet nachzulesen. Mittlerweile gibt es auch viele Bücher, die einen guten Einstieg in die Thematik geben.

6. Blogging-Wissen

Neben dem rein technischen Sachverstand, mit dem sie das Blog-System installieren und am Laufen halten, benötigen sie Wissen über die Zusammenhänge und die Struktur der Blogosphäre. Dabei sollten sie wissen, wie sie ihren Blog durch die Blogosphäre vermarkten. Sie sollten den Umgang mit Ping-Services, Trackbacks und der Kommentar-Funktion erlernen. Darüber hinaus ist ein Grundverständnis für das Thema Suchmaschinen-Optimierung von Vorteil. Achten sie von Anfang an darauf, dass ihre Beiträge gut bei Google & Co. platziert werden.

7. Erfahrungen mit Web-Design

Die Weisheit „Content is King“ (frei übersetzt: Inhalt ist wichtig) trifft zwar für Blogs zu, aber durch ein gutes Design kann die Wiedererkennung und das Wohlbefinden der Besucher gesteigert werden. Wenn auch Web-Design nicht das Wichtigste ist, fördert eine gute Gesamtkomposition aus Design und Inhalt maßgeblich den Erfolg des Blogs.

8. Marketing-Kenntnisse

Wenn man mit dem Blog dauerhaft und in Vollzeit Geld verdienen möchte, sind grundlegende Marketing-Kenntnisse unbedingt erforderlich. Die Vermarktung kann mit durchdachten Strategien unterstützt werden. Das Festlegen von Zielen und deren Kontrolle hilft dabei, den Fokus nicht zu verlieren. Ohne diese Fokussierung verliert man schnell die Ziele aus den Augen und der Erfolg lässt auf sich warten.

9. Kreativität und innovative Ideen

Das wirklich wichtigste Merkmal eines professionellen Bloggers ist seine Kreativität. Dabei ist es besonders wichtig, über den Tellerrand hinaus denken zu können und Dinge zu schreiben, die für andere Leute interessant sind. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, Dinge besser, sondern vielmehr anders zu machen. Kreativität und tolle Ideen helfen dabei, gute Beiträge zu schreiben und eine interessierte Leserschaft aufzubauen.

10. Vitamin B

Der Unterschied zwischen einer Website die kommerziell erfolgreich ist und einem kleinen Blog besteht u.a. aus einem Netzwerk von Online-Kontakten. Das Sprichwort „It is not about what you know but who you know “ (frei übersetzt: Es ist nicht wichtig was du weißt, sondern wen du kennst.) trifft uneingeschränkt zu. Der Kontakt zu themenverwandten Bloggern, Web-Designern und Marketing-Experten wird den Erfolg ihres Blogs potenzieren. Ein Web-Designer, der ihnen bei der Gestaltung unter die Arme greift, profitiert von einem wohlwollenden Artikel in ihrem Blog, genauso wie sie von einem guten Design. Die Zusammenarbeit mit solchen Personen zur Schaffung einer Win-Win-Situation, bietet oft beiden Seiten zahlreiche Vorteile – vergessen sie das nie!

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Eigenschaften nutzerfreundlicher Websites und Blogs

Die Hauptaufgabe einer Website besteht darin, dem Nutzer ein tolle und erfüllende Erfahrung (User Experience) zu bieten. Unabhängig von der Zielgruppe der Site oder des Blogs, spielt diese Erfahrung eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Zufriedene Kunden kommen eher wieder auf die Site, kaufen Produkte, abonnieren einen Newsletter oder empfehlen die Website weiter.

Steven Snell fasst im Artikel „4 Characteristics of User-Friendly Websites“ die Hauptmerkmale einer nutzerfreundlichen Website bzw. eines Blogs zusammen.

Schnelle Ladezeiten

Schnelle Internetverbindungen (wie DSL) sind mittlerweile zwar weit verbreitet, aber noch lange nicht Standard. Es gibt immer noch eine Vielzahl von Internetnutzern, die mit Modem- oder mobilen Datenverbindungen ins Netz gehen. Doch auch schnelle Datenleitungen bedeuten noch lange nicht, dass die Site auch schnell geladen wird. Der Einsatz von Flash, die Größe von Bildern und extern bezogener Code sind Faktoren, die die Geschwindigkeit entscheidend beeinflussen.

Meiner Erfahrung nach sind insbesondere Werbebanner von externen Dienstleistern, die per JavaScript integriert werden, oft die Quelle für langsame Seiten. Unaufgefordert eingeblendete Videos und Flash-Animationen sind meiner Ansicht nach sehr lästige und teilweise unnötige Gimmicks. Sie lassen die Ladezeiten explodieren und meine Zufriedenheit sinken.

Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Wenn die Site durch technische Barrieren nicht von jedem Besucher genutzt werden kann, hat das selbstverständlich Einfluss auf die positive Wirkung. Eine vollständige Barrierefreiheit ist sicherlich wünschenswert, aber auch schon einfache Veränderungen können helfen, die Zugänglichkeit zu erhöhen.

Verzichten sie auf komplette Flash-Seiten, nutzen sie validen HTML- und CSS-Code und geben sie bei Bildern einen alternativen Text an. Der Verzicht auf Frames und die Möglichkeit, die Textgröße und den Kontrast anzupassen fördern ebenfalls die Zugänglichkeit. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten ihre Site barrierefrei zu gestalten – diese alle aufzuzählen würde jedoch den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Einfache und verständliche Navigation

Die Navigation ist eines der wichtigsten Instrumente der Website. Nur wenn die Besucher auf alle Inhalte zugreifen können und sie auch finden, ist es für sie möglich, das komplette Angebot zu erschließen. Neben einer einfachen Navigation, der konstanten Benennung und Anordnung der Navigationselemente, sollte insbesondere auch eine einfache Suche angeboten werden.

Versuchen sie auch, Links in Beiträgen „sprechend“ zu benennen. Nutzer können dadurch schnell ohne den kompletten Text zu lesen, erschließen was sich hinter dem Link verbirgt. Ein Linktext wie „hier“ oder „mehr“ lässt sich nur dann verstehen, wenn man den dazugehörigen Text gelesen hat.

Relevante Informationen

Abhängig von der Zielgruppe sollte die Website oder der Blog in erster Linie relevante Informationen anbieten. Das sind solche Informationen, die die Nutzer beim Besuch der Site erwarten. Schaffen sie es, die Erwartung zu erfüllen, kehren die Besucher gern wieder und werden womöglich zufriedene Kunden. Die Website eines Restaurants z.B. sollte mindestens die Öffnungszeiten, eine Telefonnummer und eine Anfahrtsbeschreibung anbieten.

Wenn sie sich nicht sicher sind, welche Informationen ihre Site oder ihr Blog enthalten sollte, fragen sie Bekannte, Leser oder Kunden. Oft wissen diese viel besser was andere Besucher mit den gleichen Interessen wollen. Eine Recherche bei der Konkurrenz, also auf anderen Websites oder Blogs, ist in der Regel auch sehr hilfreich.

Die Liste der Eigenschaften ist natürlich nicht vollständig und stellt eher die Spitze des Eisbergs dar. Jeder dieser Kategorien beinhaltet eigentlich unzählige weitere Unterpunkte.

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Bloggt ihr Unternehmen schon? Die wichtigsten Gründe zu starten.

Wieso sollte mein Unternehmen einen Blog betreiben und meine Mitarbeiter dazu motivieren zu bloggen? Bereits im Jahr 2005 versuchte Paul Chaney mit seinem Arikel „Blogs beyond the Hype“ dieser Frage auf den Grund zu gehen. Der folgende Artikel fasst die Gründe zusammen.

Suchmaschinen-Marketing

Durch dauerhafte und regelmäßige Nutzung des Blogs kann die Präsenz in den wichtigsten Suchmaschinen erhöht werden. Werden regelmäßig neue Beiträge verfasst und Kommentare von Besuchern abgegeben, sorgt dies für eine regelmäßige Aktualisierung bei Google & Co. Das wiederum wirkt sich langfristig positiv auf die Position in den Suchergebnissen aus.

Direkte Kommunikation und Beziehungsmarketing

Blogs ermöglichen einen direkten und „ehrlichen“ Kontakt zum Kunden. So können z.B. Produkt-Ideen oder -veränderungen schon vor der Markteinführung diskutiert und darauf reagiert werden. Mit dem Blog kann auch direkt auf negative oder positive Schlagzeilen in der Presse reagiert werden, ohne hierfür auf die großen Massenmedien angewiesen zu sein.

Wettbewerbsabgrenzung und Ausnutzung von Nischen

Die Möglichkeit, dem Kunden oder Besucher immer und immer wieder die eigene Geschichte zu erzählen, macht Blogs zu einem ausgezeichneten Medium, sich klar von Wettbewerben abzugrenzen. Man kann dadurch nicht nur vorhandene Nischen füllen, sondern auch durch Kommentare von Kunden diese aufdecken und darauf reagieren. Schließlich sind die Kunden diejenigen, die die Produkte kaufen sollen.

Reputations-Management und als Experten positionieren

Hat man eben diese Nischen aufgedeckt oder bearbeitet sie bereits mit dem Blog, kann man sich als Experte auf dem Gebiet darstellen. Durch die Verbreitung klarer Standpunkte, von Wissen und Erfahrung kann somit schnell ein positiver Ruf aufgebaut werden. Durch permanentes und zielstrebiges Engagement im Blog wird dieser gefestigt und führt dadurch mittel- und langfristig zu Wettbewerbsvorteilen.

Aufbau einer Marke und Öffentlichkeitsarbeit

Im Prozess der Markenbildung bietet der Blog einen zusätzlichen Kommunikationskanal. Dieser eignet sich hervorragend als weiteres PR-Werkzeug. Mit dem Blog kann ohne die Abhängigkeit von den Massenmedien eine sehr breite Öffentlichkeit angesprochen werden.

Intranet und Projektmanagement

Ein immer noch vernachlässigtes Anwendungsgebiet von Blogs ist die interne Kommunikation. Gerade bei großen Unternehmen können Blogs von Chefs und Vorständen dazu genutzt werden, die Mitarbeiter über Ziele und Neuigkeiten zu informieren. Im kleineren Rahmen können sie für das Projektmanagement oder die Projektdokumentation genutzt werden. Bei Projekten an denen mehrere Unternehmen beteiligt sind, können neue Projektentwicklungen verteilt und online diskutiert werden. Dieses Anwendungsfeld bietet meiner Ansicht nach ein enormes Potential für die Zukunft.

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Mit dem Blog direkt Geld verdienen

Neben den bereits vorgestellten Möglichkeiten, indirekt Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen, gibt es auch verschiedene Arten direkt mit dem Blog Geld zu verdienen.

Der Pro-Blogger Darren Rowse stellt in seinem Beitrag “How to Make Money From Your Blog” einige dieser Wege vor. Die einzelnen Möglichkeiten werden im Folgenden noch einmal zusammengefasst und an die Bedürfnisse der deutschsprachigen Blogosphäre angepasst.

Werbung und Affiliate-Programme

Die Möglichkeit, durch Werbung und Affiliate-Programme mit dem Blog Geld zu verdienen, ist wohl der bekannteste Weg. Während mit Werbung das tatsächliche Einblenden von Werbung gemeint ist, erhält man bei Affiliate-Programmen Provisionen für verkaufte Produkte in einem Online-Shop oder für Neuregistrierungen einer Web-Community.

Die Vergütung von Werbeprogrammen kann dabei durch Klicks oder aufgrund von Werbeeinblendungen geschehen. Viele Werbevermarkter, wie z.B. Google, setzen dabei auf sogenannte Context-Ads. Das ist Werbung, die direkt zum Inhalt der Website passt. Der Vorteil hierbei ist, dass die beworbenen Produkte den Vorlieben der Besucher weitestgehend entsprechen.

Darüber hinaus gibt es noch sog. Text-Ads. Das sind Verlinkungen auf andere Websites, die in der Regel über einen längeren Zeitraum auf der Website zu sehen sind. Sie werden hauptsächlich zur Suchmaschinen-Optimierung genutzt. Diese Programme lohnen sich erst dann, wenn man selber eine sehr gute Position in den gängigen Suchmaschinen hat.

Bei Affiliate-Programmen kann der Website-Betreiber dadurch verdienen, dass Besucher seiner Seite auf der Partnerseite Produkte kaufen oder sich dort einfach nur anmelden. Die Provisionen können hierbei jedoch sehr unterschiedlich ausfallen: je nach Geschäftsmodell und Art der angebotenen Produkte differieren die Einnahmen entsprechend. 5% Provision beim Kauf eines Buches ist weniger interessant als beim Kauf eines Notebooks. Affiliate-Programme sind grundsätzlich nicht so attraktiv wie direkte Werbeeinnahmen durch Klicks oder Anzeigen, denn der Kunden muss auch außerhalb der eigenen Website noch zufrieden sein.

Sponsoring

Ist der Blog dauerhaft erfolgreich wird er irgendwann auch für große Unternehmen interessant. Eigentlich ähnelt diese Form des Geldverdienens normalen Werbe-Programmen, die dann aber von nur einer Firma oder wenigen Unternehmen gesponsort werden. Die Firmen erhalten so die Möglichkeit, exklusiv Werbung auf der Site einzublenden.

Das Sponsoring als Werbeform ist in der Regel nur für Betreiber erfolgreicher Themen-Blogs interessant, denn diese stellen besonders für ausgewählte Unternehmen attraktive Werbepartner dar. Für die Blogger stellt es jedoch eine konstante Einnahmequelle dar.

Premium Inhalte oder bezahlte Abonnents

Bei der Einnahmemöglichkeit über Premium Inhalte oder bezahlte Abonnements werden alle oder spezielle Inhalte nur gegen Gebühren angeboten. Auf einigen Websites, z.B. Stiftung Warentest, ist dies ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell – mal ganz abgesehen von tausenden Porno-Websites.

Der Erfolg dieser Möglichkeit hängt entscheidend von der Qualität der Inhalte ab. Gerade sehr spezialisierte Beiträge mit einer hohen Relevanz können so durchaus erfolgreich sein. Der Spaß- und Privat-Blogger sollte von dieser Möglichkeit absehen.

Spenden

Blogger können versuchen sich durch Spenden der Leser oder von Unternehmen zu finanzieren. Was bei Wikipedia sehr gut funktionierte, ist bei Blogs nur dann möglich, wenn bereits eine sehr große Leserschaft vorhanden ist. Die Menge der Leser wird dabei entscheidend durch die Inhalte bestimmt. Nur bereits bekannte Blogs können so durch gezielte Spendenaufrufe (z.B. für die Beschaffung neuer Hardware o.ä.) zeitlich stark begrenzt Geld einnehmen.

Merchandising

Das Verkaufen von Fan-Artikeln ist eine weitere Einnahmequelle für bekannte Blogs. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Angefangen bei T-Shirts und Tassen über Taschen usw. ist jegliche Form denkbar; getreu dem Motto: “Erlaubt ist, was gefällt”. Ein Blick zu bekannten Bands und deren Fanartikeln kann dabei nicht schaden.

Schreiben in Blog-Netzwerken

Einige Blog-Netzwerke bieten den Autoren geringe Vergütungen für das Schreiben von Artikeln. Je bekannter ein Blogger dabei ist, desto höher sind seine Vergütungen.

Der Vorteil dieser Blog-Netzwerke ist, dass die eigenen Artikel durch eine große Leserschaft schnell bekannt und verbreitet werden. Einige Anbieter beteiligen die Autoren auch mit kleinen Provisionen für besonders gelungene oder erfolgreiche Artikel. Sicherlich stellt diese Variante einen sehr guten Einstieg für die Blogger-Karriere dar.

Darren nennt in seinem Artikel noch das Verkaufen des Blogs. Dies kann wohl für den großen englischsprachigen Markt funktionieren, in Deutschland ist ein gutes Geschäft hiermit jedoch sehr unwahrscheinlich. Bisher war in der Presse von solchen Fällen jedenfalls noch nichts zu lesen.

Wie man sieht, gibt es also zahlreiche Möglichkeiten, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Abhängig von der Bekanntheit, der Spezialisierung usw. des Blogs gibt es dabei für jedes Stadium sinnvolle und angemessene Möglichkeiten.

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