Kann man vom Bloggen leben?

Eine Beispielrechnung erläutert, wie viel Geld man im Monat verdienen muss, um vom Bloggen zu leben.

Viele Blogger träumen den Traum vom Pro-Blogger, d.h. allein durch das Bloggen den Lebensunterhalt zu bestreiten. Einzelne Einnahmemeldungen (hier, hier, hier, hier, hier und hier) bestätigen die Bemühungen vieler Blog-Anfänger. Dass das alles andere als einfach ist, soll die folgende Beispielrechnung beweisen.

Gehen wir für das Beispiel davon aus, dass wir im Monat ungefähr 1.500 Euro zum Leben benötigen. Dafür muss Miete, Essen und alles andere bezahlt werden. Wer nun denkt, dass 1.500 Euro einfach zu verdienen sind, sollte wissen, dass man als Selbstständiger von seinem Gewinn 50% an den Staat zahlt. Dabei kann man einige Dinge von der Steuer absetzen und verrechnen. Für das Beispiel gehen wir also von 3.000 Euro als Zielbetrag aus.

Wie können wir nun 3.000 Euro pro Monat mit unserem Blog verdienen? Meines Erachtens gibt es folgende Möglichkeiten:

Bezahlte Blog-Beiträge

Es gibt einige Unternehmen die Blogger für das Schreiben von Beiträgen bezahlen. Man muss sich, z.B. bei Trigami, für eine Kampagne bewerben und erhält dann evtl. die Möglichkeit einen bezahlten Artikel zu schreiben. Erfahrungsgemäß kann man ca. 30 bis 40 Euro pro Beitrag verdienen. Für unseren Zielbetrag müsste man also ca. 100 Beiträge pro Monat schreiben. Rechnet man das einmal runter, sollte man täglich 3 wirklich gute Artikel verfassen.

Ist man schnell und braucht lediglich eine Stunde für das Schreiben eines Beitrags, muss man laut 2:1 Vermarktungsregel noch 6 Stunden für die Vermarktung der Artikel investieren. Selbstverständlich haben die Unternehmen Interesse daran, dass die Artikel gelesen werden. Insgesamt ist man also ungefähr 9 Stunden mit dem Schreiben, Recherchieren und Vermarkten der Beiträge beschäftigt.

Pay-Per-Click-Anzeigen

Bei Pay-Per-Click-Anzeigen (PPC) erhält man Geld für jeden Klick den ein Besucher bei einer Werbeanzeige macht. Bei Google Adsense kann man meiner Erfahrung nach mit 1.000 Impressions (Werbeeinblendungen) ca. 1 Dollar verdienen. Umgerechnet in Euro sind das ca. 65 Euro-Cent.

Um unsere 3.000 Euro zu verdienen, müssten wir 4,6 Millionen Werbeeinblendungen ausliefern. Geht man davon aus, dass jeder Besucher max. 3-4 Impressions macht, bräuchte unser Blog ungefähr 1,5 Millionen Besucher pro Monat.

Pay-Per-Lead- / Pay-Per-Sale-Anzeigen

Bei Pay-Per-Lead- bzw. Pay-Per-Sale-Anzeigen erhält man Geld für einen geworbenen Kunden (Lead) oder für den Einkauf (Sale) den ein Besucher macht. Meiner Erfahrung nach verdient man ca. 1 Euro pro Lead – etwa 10.000 Werbeeinblendungen sind demnach für einen erfolgreichen Lead/Sale nötig. Je nach Partnerprogramm und gezahlte Provision kann der Verdienst marginal variieren.

Um auf unsere 3.000 Euro zu kommen, müsste man ca. 30 Millionen Einblendungen jeden Monat haben. Umgerechnet sind das dann etwa 10 Millionen Besucher.

Bezahlte Links

Eine konstante und ertragreiche Möglichkeit Geld zu verdienen, ist der Verkauf von Links. Dazu gibt es mittlerweile diverse Anbieter. In einem normalen Blog ist in der Regel Platz für ca. acht Textlinks, ohne das es auffällig wird. Für 3.000 Euro müsste man diese acht Werbeplätze für 375 Euro pro Link verkaufen. Abhängig vom Google Pagerank und anderen Faktoren gehen Textlinks momentan jedoch für max. 15 bis 60 Euro über den Tisch. Entsprechend müsste der Blog 50 bis 200 bezahlte Links dauerhaft unterbringen.

Ich denke diese Liste verdeutlicht, dass es nicht einfach ist den Lebensunterhalt nur vom Bloggen zu bestreiten. Es ist in keinem Fall sinnvoll nur auf eine Werbeform zu setzen. Eine ausgewogene Kombination sichert langfristig Einnahmen. Die Rechnung zeigt deutlich, dass Bloggen harte Arbeit ist.

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Erfolg ist ein Nehmen und Geben

Die Vorstellung ab und zu einen Text zu schreiben und damit reich zu werden, entspricht leider nicht der Realität deutscher Blogger. Mit einem Blog Geld verdienen ist harte Arbeit.

Zum Ende des letzten Jahrtausends bewies die Dot-Com-Blase bereits, dass auch im Internet das Geld nicht auf der Datenstraße herumliegt. Beunruhigenderweise glaube einige deutsche Blogger durch Teilerfolg anderer, es wäre tatsächlich so einfach. Ein aktueller Artikel von John Cow fasst sehr bildlich die Ergebnisse einer amerikanischen Affiliate-Challenge zusammen. Der Gewinner hat zwar eine stolze Summe eingenommen, aber dafür auch 26.000 Dollar ausgegeben. Unterm Strich hat er sogar 7.000 Dollar Gewinn verloren, denn die Hälfte der Einnahmen gingen an die Veranstalter. Das klingt plötzlich nicht mehr so toll, oder?

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass es nicht ausreicht einen Blog aufzusetzen und ein wenig Google Werbung einzublenden. Einnahme zu erzielen ist harte Arbeit und benötigt bestenfalls Zeit und Geld. Eine der beiden Komponenten sollte in jedem Fall vorhanden sein.

Um auf lange Sicht Erfolg, im monetären Sinne, zu haben, sind konstante Veröffentlichungen unabdingbar. Dabei sollte man natürlich immer über aktuelle Dinge in der entsprechenden Szene berichten. Das Schreiben, Recherchieren und Vermarkten des Blogs kostet eine Menge Zeit. Grundsätzlich gilt dabei ungefähr die 2:1 Vermarktungsregel. Einer Stunde schreiben, sollte mind. 2 Stunden Vermarktung folgen.

Man das natürlich auch etwas abkürzen, wenn man Geld einsetzt um seinen Blog zu pushen. Es gibt diverse Netzwerke, wie z.B. Trigami, und Affiliate- oder Online-Marketing-Anbieter die man dazu nutzen kann. Dieser Weg ist in der Regel sehr kostenintensiv – in jedem Fall aber der schnellere.

Erfolg ist ein ständiges Nehmen und Geben. Um etwas zu bekommen, in diesem Fall Erfolg und damit Geld, muss man in jedem Fall etwas geben, nämlich Zeit oder Geld.

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3 Regeln für faires Bloggen

Wenn Sie folgende 3 Regeln beachten, können Sie Ärger als Blogger vermeiden.

Susan Gunelius hat auf About.com einen sehr guten Artikel über die unausgesprochenen Regeln in der Blogosphäre verfasst. Leider halten sich nicht alle Blogger an diese, eigentlich selbstverständlichen Grundsätze des fairen Miteinanders. Beim Schreiben eines Artikels sollte man immer folgende Regeln im Hinterkopf behalten:

Nenn die Quellen

Nicht jeder Artikel und jede Idee stammt aus der eigenen Feder. Wenn man einzelne Wortgruppe oder einen Satz übernimmt, sollte man in jedem Fall die entsprechende Quelle angeben. Dazu gehören in jedem Fall der Originalartikel bzw. der Name der Website und des Autors. Ein richtiger Trackback, also ein Link zur Quelle, sollte in jedem Fall innerhalb des Artikels auftauchen.

Frag nach Erlaubnis

Nutzt man mehr als eine Wortgruppe oder einen Satz, kopiert man z.B. ganze Absätze, sollte man den Autor vorher um Erlaubnis fragen. Häufig geben die Verfasser bereits Hinweise für die Nutzung der Inhalte an. Einige Autoren veröffentlichen Ihre Artikel unter Open Access oder Creative Commons. Diese Inhalte können dann, je nach Ausprägung der Lizenz frei genutzt werden, wenn die Quelle angegeben wird.

Insbesondere bei Bildern sollte man unbedingt die Nutzungsrechte beachten, wenn man nicht eine Flut von Abmahnungen in seinem Briefkasten haben möchte. Gerade Bildagenturen sind besonders ehrgeizig ihre erworbenen Rechte durchzusetzen. Da kommt mit der Abmahnung in der Regel gleich eine saftige Rechnung mit ins Haus.

Spiel fair – sei nett

Viele Blogger meinen, dass sie vollkommen frei in der Gestaltung der Inhalte sind. Grundsätzlich stimmt das natürlich, solange man sich an geltende Rechtsvorschriften hält. Wenn man seine Meinung einer breiten Masse – und das Internet ist eine sehr breite Masse – zugänglich macht, ist man natürlich dafür verantwortlich. Verleumdung, üble Nachrede, rechtsextremistische Inhalte u.a. verstoßen gegen geltendes Recht. Als Autor ist man dafür verantwortlich und kann haftbar gemacht werden. Man sollte sich also immer zweimal überlegen, ob und wie man etwas über die schlechte Qualität eines Produktes oder über das Verhalten bestimmter Personen schreibt. Bevor man sich versieht, bekommt man einen Anruf mit der Androhung einer Unterlassungsklage. Gerade bei minderjährigen Bloggern können dann schnell die Eltern für die Taten ihrer Sprösslinge verantwortlich gemacht werden.

Wenn Sie andere wichtige Spielregeln für Blogger haben, dannn hinterlassen Sie bitte einen Kommentar. Abonnieren Sie auch den Blogging Magazin News-Feed, um direkt mit den aktuellsten Informationen versorgt zu werden.

Werbung in Videos von Amazon

Ab sofort bietet Amazon seinen Werbe-Partnern in den USA Werbung in Videos an.

Bei Darren Rowse ist heute ein interessanter Artikel über eine neue Werbeform von Amazon in den USA erschienen. Amerikanische Affiliates können Videos direkt bei Amazon hochladen und verwalten. Innerhalb dieser Videos ist es möglich Amazon-Werbung für bestimmte Produkte einzublenden.

Darren hat ein kleines Testvideo ins Netz gestellt das die Möglichkeiten dieser Werbeform demonstriert. Insbesondere für Blogger die häufig mit dem Medium Video arbeiten, scheint dies eine aussichtsreiche Möglichkeit zu sein, Geld zu verdienen.

Bislang sind diese Amazon Video Widgets nicht für das deutsche Amazon Affiliate Programm verfügbar. Meine Anfrage, ob diese Videos auch nach Deutschland kommen, blieb bisher leider unbeantwortet.

Update: Der deutsche Support des Amazon Partnernet hat keine Information zu diesen Widgets. Der Mitarbeiter vermutet aber, dass ein solches Vorhaben in Deutschland am Urheberrecht scheitern würde.

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Freie WordPress Themes

Dieser Artikel nennt einige Seiten, auf denen Sie kostenlos professionelle WordPress Themes herunterladen und nutzen können.

Wer auf der Suche nach einem tollen WordPress Theme ist steht vor einer wirklich schweren Aufgabe. Theme-Seiten gibt es wie Sand am Meer. In der Regel sind die dort angebotenen Themes ziemlich schlecht. Tolle Themes zu finden, die auch noch nicht weit verbreitet sind, ist wirklich Schwerstarbeit.

Ich habe 3 Seiten zusammengestellt auf denen man professionell wirkende Themes herunterladen kann. Wenn Sie andere gute Seiten kennen, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Skinpress

skinpress.jpg

FreeWPThemes.net

freewpthemes.jpg

ThemeScore

themescore.jpg

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