Qualität der Websites deutscher Universitäten

Mit Hilfe kostenloser Werkzeuge zur Bestimmung der technischen Qualität von Websites, habe ich die Websites der 10 größten deutschen Universitäten (Stand 15. Dezember 2007) untersucht. Hauptaugenmerk lag dabei auf der Validität von Markup und Stylesheets, sowie der Erfüllung der technischen Anforderungen der Web Content Accessibility Guidelines (WACG).

Vorgehensweise

Allen Werkzeugen wurden die Internet-Adressen der verschiedenen Uni-Websites übergeben. An den Einstellungen der Tools wurden keine Änderungen vorgenommen. Damit ermittelten sie anhand der Antworten der Webserver automatisch die richtigen (oder falschen) Einstellungen. Liefert der Server falsche Werte, etwa eine fehlerhafte Zeichenkodierung, schlägt sich dass direkt in der Fehleranzahl nieder. Falsche Werte des Servers gehen somit direkt in die Bewertung ein.

Die Tools zur Ermittlung von Fehlern waren der W3C Markup Validation Service, der W3C CSS Validation Service und WebXACT von watchfire. Diesen Diensten wurden jeweils die Startseite zur Validierung übergeben.

Der Zugriff auf die Seiten erfolgte am 15. Dezember 2007 zwischen 2:00 und 3:00 Uhr.

Ergebnisse

Die folgende Tabelle stellt die Ergebnisse dar. Es werden ausschließlich Fehler aufgeführt — Warnungen sind nicht in der Tabelle enthalten.

Universität HTML CSS WCAG 1 WCAG 2 WCAG 3
Universität zu Köln 2 1 0 2 2
Universität München 10 20 0 3 3
Universität Münster 0 0 0 0 1
Universität Hamburg 15 0 0 3 1
Universität Frankfurt a.M. 236 3 0 2 3
Universität Mainz 5 1 0 3 1
Universität Duisburg-Essen 0 2 0 1 1
FernUniversität in Hagen 1 0 0 2 1
Ruhr-Universität Bochum 6 0 0 2 4
Technische Universität Dresden 2 0 0 2 1

Zusammenfassung

Die Website mit der besten Qualität hat eindeutig die Universität Münster, gefolgt von der Fernuni Hagen, Universität Essen und Dresden.

Es erstaunt, dass gerade einfache Dinge wie valider HTML-Quellcode und CSS-Dateien nicht umgesetzt werden. Die Häufigkeit der Fehler ist teilweise erschreckend. In Punkto technischer Barrierefreiheit stehen die Universitäten nicht schlecht da — es gibt jedoch noch erheblichen Verbesserungsbedarf.

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4 Comments so far

  1. Christian Kudelko on December 18th, 2007

    Das nenne ich doch mal einen Test :)

    Aber über das Ergebnis sollte man schon enttäuscht sein, was machen die Studenten denn den ganzen Tag :D

  2. Tobias Redmann on December 20th, 2007

    Naja man sollte hoffen studieren. Viele von uns waren ja mal Stundenten und wissen es wohl besser.

  3. Jonathan on December 21st, 2007

    Naja, also diese Auswertung sagt denke ich nichts über die Qualität einer Website aus. Wenn du allein mal die Google Startseite mit dem WC3 Test untersuchst, wirst du auch verdammt viele Fehler finden!

    Qualität kann man meiner Meinung nach sowieso nicht in Zahlen angeben.

    Wenn man jetzt die Usability an verschiedenen Punkten bewerten würde. Oder die Barrierefreiheit. Das würde ich eher für sinnvoll halten ;)

    Grüße

  4. Tobias Redmann on December 21st, 2007

    Ich habe bei dieser “Studie” auch die Barrierefreiheit untersucht. Persönlich glaube ich sehrwohl, dass die Qualität auch durch die Validität des Quelltextes beschrieben wird. Ein Maler der sein Handwerk versteht, wird auch die Tapete ordentlich an die Wand bringen. Ein guter Webentwickler schreibt eben validen Code.

    Außerdem ist hier von technischer Qualität die Rede. Zur Gesamtqualität müssen natürlich noch weitere weiche Faktoren hinzugenommen werden. Dies geht aber über diese Auswertung hinaus.

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