Archive for the 'Texte und Bilder' Category

6 Schritte zu gut lesbaren Texten für das Web

Lange und monotone Texte lassen sich schlecht lesen. Erfahren Sie, wie Sie mit 6 einfachen Tricks Ihre Texte übersichtlich und gut lesbar machen.

Anders als offensichtlich viele Seitenbetreiber glauben, ist das Internet kein großes Buch. Lange, blockartige Texte sind nicht für das Web geeignet. Website-Besucher arbeiten oft an vielen Dingen gleichzeitig und haben es grundsätzlich eilig. Texte im Web müssen daher gut strukturiert und schnell zu erfassen – scanbar — sein. Die folgenden Tipps in Anlehnung an Daniel Scocco helfen Ihnen, übersichtliche und gut lesbare Texte für das Web zu erstellen.

Nutzen Sie eine angebrachte Zeilenlänge

Ihre Website sollte so aufgebaut sein, dass Ihre Besucher den Text lesen können, ohne dabei die Augen und den Kopf zu bewegen. Der Text sollte also direkt im Blickfeld des Besuchers liegen. Als Richtwert nimmt man dabei eine Breite von 400 bis 600 Pixel oder 12 bis 16 Wörter pro Zeile an. Zeilenlängen darüber hinaus behindern die Lesbarkeit.

Teilen Sie den Text in Absätze auf

Haben Sie schon mal versucht, einen Kuchen im Ganzen zu essen? Wieso sollten man also dem Leser einen dicken Brocken Text vorwerfen? Teilen Sie den Text inhaltlich und visuell in logische Absätze auf. Das verbessert den Lesefluss und erleichtert das Erfassen der Texte.

Nutzen Sie Überschriften

Überschriften sind hervorragend geeignet, um die Lesbarkeit Ihrer Texte zu erhöhen. Mit Überschriften können Sie wirksam Ihre Ideen strukturieren und Ihrem Leser näher bringen. Durch eine aussagekräftige Überschrift kann der Besucher schon vor dem Lesen des Textes eine Idee für den Inhalt bekommen. Der Leser erhält außerdem optische Anker, an denen er sich orientieren kann, falls er einmal im Text verloren geht.

Geordnete und ungeordnete Listen für wichtige Fakten

Mit Listen können Sie Fakten in separate Elemente verpacken. Der Leser kann dadurch schnell die wichtigsten Informationen erfassen. Nutzen Sie also Aufzählungen und Listen für die Darstellung von Fakten.

Nutzen Sie Fett- und Kursivschreibung

Durch das Hervorheben bestimmter Informationen können Sie den Leser bei der Erfassung des Textes ebenfalls unterstützen. Mit fett geschriebenen Wörtern können Sie wichtige Zusammenhänge hervorheben. Heben Sie Buchtitel, Publikationen oder Filme durch kursive Schreibweise hervor.

Bilder sind (nicht immer) gut

Bilder haben die Angewohnheit, schnell die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Sie sind allerdings auch hervorragend dazu geeignet, Ihre Ideen visuell zu unterstützen. Gehen Sie dennoch sparsam mit Bildern um. Nutzen Sie Abbildungen und Bilder, die Fragen beantworten und Ihre Ideen unterstützen. Bilder, die beim Nutzer Fragen aufwerfen oder nicht in den Kontext passen, sind zu vermeiden.

Anhand dieser einfachen Tricks und den Tipps für kundenorientiertes Schreiben, sollten Sie nun bestens für die Erstellung eigener Web-Texte gerüstet sein. Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar, wenn ich Ihren ultimativen Tipp vergessen habe.

Abonnieren Sie den Blogging-Magazin News-Feed, wenn Sie immer über die neuesten Beiträge informiert werden wollen.

Texte im Web: 7 Tipps für kundenorientiertes Schreiben

Das schwierigste am Bloggen ist das Verfassen guter Texte. Lernen Sie 7 einfache Regeln für gute Web-Texte kennen.

Ich bin kein Texter. Trotzdem, oder gerade deswegen, versuche ich die Texte nach und nach immer besser zu machen. Eine große Hilfe war das Buch „Texten für das Web“ von Andreas Grede. Ich möchte hier seine sieben Regeln für kundenorientiertes Schreiben aufgreifen und an die Bedürfnisse von Blogs anpassen. Diese Regeln gelten hauptsächlich für Corporate Blogs und Blogger die eine konservative Zielgruppe ansprechen wollen. Einige Grundzüge sollten auch Spaß- und Hobbyblogger beachten. Dazu habe ich seine Regeln weiter vereinfacht.

1. „Sie“ statt „wir“

Seien Sie sich immer darüber im Klaren, dass Kunden in der Regel nicht interessiert was Sie machen, sondern welchen Nutzen er davon hat. Seinen Sie sparsam mit dem Wort „wir“ und „ich“. Die Nutzung von „Sie“ fördert beim Leser Aufmerksamkeit, da er direkt angesprochen wird — „wir“ langweilt und wirkt passiv.

Schlecht:
Wir entwickeln maßgeschneiderte Konzepte und Websites.
Besser:
Sie erhalten maßgeschneiderte Websites.

Natürlich gilt das nicht für jede Situation. Sollten Sie einmal einen Fehler machen oder einen Tipp aussprechen, ist der Gebrauch von „ich“ oder „wir“ in Ordnung. Sie können schlecht sagen: „Sie haben einen Fehler erhalten.“ Besser und authentisch ist: „Wir haben einen Fehler gemacht.“

Und, weil wir schon dabei sind: Anreden auf Websites schreibt man groß.

2. Schreiben Sie aktiv: Wenige Hauptwörter, mehr Verben

Verben stehen für Handeln – Substantive (Hauptwörter, Nomen) wirken streng und amtlich. Versuchen Sie daher immer Ihre Leser zum Handeln anzuregen, denn Sie wollen ja, dass er etwas auf Ihrer Website kauft, schreibt usw.

Schlecht:
Bei Zahlung bis 2. Feb 2010 gewähren wir 2% Skonto.
Besser:
Zahlen Sie bis 2. Feb 2010 und sparen Sie 2%. Oder Sparen Sie 2%, wenn Sie bis 2. Feb 2010 zahlen.

Betrachtet man die Sätze aus Kundensicht, will der Kunde sicherlich lieber sparen als zahlen. Der zweite verbesserte Satz spricht den Kunden also mehr an. Versuchen Sie es einmal selber! Es ist unglaublich wie viele Substantive man aus Texten verbannen kann.

3. Keine Phrasen und Füllwörter

Die Amerikaner sind darin nicht zu schlagen: hohles und sinnloses Geschwätz. Bringen Sie es auf den Punkt. Vermeiden Sie nette, aber nicht ehrlich, gemeinte Wörter und Sätze.

Schlecht:
Vielen Dank für das damit verbundene Vertrauen in unsere Produkte.
Besser:
Danke für Ihr Vertrauen.

Schreiben Sie im Netz grundsätzlich kurze und aussagekräftige Sätze. Niemand liest Texte die über mehrere Bildschirmseiten hinweggehen. Der nächste Tipp hilft Ihnen ebenfalls dabei.

4. Vorangestellte Nebensätze weglassen

Viele Texter übertreiben es einfach. Sie müssen dem Leser nicht mitteilen, dass Sie ihm etwas zu sagen haben. Er ist auf Ihrer Website — er will etwas von Ihnen lesen.

Schlecht:
Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Sie ab sofort in unsere neue Rubrik „XYZ“ nutzen können.
Besser:
Nutzen Sie jetzt Rubrik „XYZ“.

Mit Sicherheit finden sich in vielen Ihrer Texte solche oder ähnliche Formulierungen. Lesen Sie einmal kritisch Ihre eigenen Mails, Mitteilungen und Beiträge. Versuchen Sie diese vorangestellten Nebensätze durch kurze und aktive Formulierungen zu ersetzen.

5. Schachtelsätze vermeiden

Lange Sätze, die sich über viele Zeilen erstrecken, sind der Horror. Sie lassen sich schlecht lesen und meistens weiss man am Ende nicht mehr was am Anfang stand.

Schlecht:
Wir möchten Sie darüber informieren, dass am 10 Feb. 2010 unsere Website, insbesondere der Bereich Forum, aufgrund von Wartungsarbeiten an der Hard- und Software, nicht für Kunden der Basis-Verträge zur Verfügung steht und deshalb mit erheblichen Beschränkungen zu rechnen ist.
Besser:
Am 10 Feb. 2010 finden Wartungsarbeiten statt. Es kann dadurch zu Einschränkungen kommen.

Kurz und knapp und jeder weiß was gemeint ist.

6. Zu viel Super ist nicht super

Wenn man sich im Netz so umschaut, dann gibt es dort überall nur das Beste und kaum jemand kann es wirklich nachweisen. Das Beste hier und das Beste da. Das Sprechen in Superlativen ist beliebt.

Schlecht:
Wir haben die größte Auswahl der besten Programmierer weltweit.
Besser:
Sie werden von erfahrenen Programmierern betreut.

Zu viele Superlative wirken unglaubwürdig. Halten Sie den Ball flach und seien Sie ehrlich. Wenn Sie für Ihre Arbeit ausgezeichnet worden sind, spricht nichts dagegen, dies auch zu sagen.

7. Kurze Worte und Sätze

Im Punkt 5 ist es hoffentlich schon deutlich geworden. Lange Sätze sind häufig unverständlich und gehören nicht ins Netz. Schreiben Sie kurze, einfache Sätze mit verständlichen Worten.

Schlecht:
Bedauerlicherweise ist dieser Satz viel zu lang geraten, wofür ich mich vielmals bei Ihnen entschuldigen möchte.
Besser:
Bitte entschuldigen Sie den letzten Satz.

Weniger ist manchmal einfach mehr. Lesen Sie Ihre Texte in Ruhe und versuchen Sie dabei immer und immer wieder, Wörter zu streichen. Sie werden feststellen, dass sich ganze Wortgruppen erübrigen bei gleicher Satzaussage.

Sprechen Sie Ihre Texte einmal in einen Telefonhörer. Beim Telefonieren fassen Sie sich in der Regel auch kurz und nutzen einfache Wörter. Ihnen wird auffallen, dass einige Passagen merkwürdig klingen. Schreiben Sie die Änderungen mit und Sie werden feststellen, dass Ihre Texte kürzer und aussagekräftiger werden.

Ich muss zugeben, dass dies bisher mein schwierigster Beitrag auf dieser Website war. Beim Lesen meiner eigenen Zeilen habe ich permanent Wörter entfernt und ganze Sätze gestrichen. Es ist wirklich schwierig, übers Schreiben zu schreiben.

Sollte Ihnen mein Beitrag trotzdem gefallen habe, schreiben Sie einen Kommentar. Abonnieren Sie den Blogging Magazin News-Feed um stets die neuesten Beiträge zu empfangen!

« Previous Page